Berlin 2015

Eine fünftägige Bildungsreise zwischen Kultur, Geschichte und Politik erlebten die zehnten Klassen der Realschule und die neunte Klasse der Werkrealschule Anfang Oktober in Berlin.

Im folgenden Bericht haben die Schülerinnen Gina, Melina, Angelina und Nathalie der Klasse R10c ihre Erlebnisse zusammengefasst.

„Als wir montags nach einer ziemlichen langen und anstrengenden Fahrt endlich in Berlin ankamen, war der Tag für uns noch lange nicht vorbei. Gemeinsam mit unserer Klasse liefen wir zu Fuß von unserer Unterkunft am Hauptbahnhof zum Hackeschen Markt, wo wir dann erst einmal etwas Freizeit hatten, um etwas Essen zu können. Danach begann auch schon unsere erste Führung: „Berlin bei Nacht“. Unser Stadtführer zeigte uns das Gebiet rund um den Hackeschen Markt, der durch seine besondere Lage, im Ortsteil Mitte nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein beliebtes Kunst- und Veranstaltungszentrum ist.

Noch bevor wir nach Berlin gefahren waren, hatten wir uns in Gruppen aufgeteilt und eine kleine Präsentation einer typischen Berliner Sehenswürdigkeit erstellt. Diese Ergebnisse wurden dann dienstags auf unserer eigenen Stadtführung präsentiert. Nach einer kleinen Pause machten wir uns mittags auf den Weg in den Reichstag. Hierbei erlebten wir eine Führung durch den Reichstag, konnten kurz im Zuschauerbereich Platz nehmen, bevor wir anschließend von der Kuppel des Gebäudes einen Blick über ganz Berlin nehmen konnten. Am Abend besuchten wir dann noch die einmalige Show der „Blue man Group“ am Potsdamer Platz.

Am Mittwochmorgen besuchten wir das Wachsfigurenkabinett „Madame Tussaud“. Anschließend machten wir spontan noch einen kleinen Stopp bei dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Mahnmal genannt. Hier hatten wir einen Moment für uns, bevor es dann weiter ging. Am Nachmittag besuchten wir das alte Gefängnis Hohenschönhausen. (siehe Beitrag BESUCH IM STASI-GEFÄNGNIS „HOHENSCHÖNHAUSEN“ ) Danach konnten wir uns in unserer Unterkunft frisch machen und abends gingen wir dann gemeinsam mit unserer Klasse zum Essen aus.

Donnerstags besuchten wir morgens zunächst das Olympiastadion Berlin.
Bei der Tour durch das Stadion wurden wir auf Spuren deutscher Sport- und Architekturgeschichte geschickt und erkundeten auch die nicht-öffentlichen Bereiche des Olympiastadions. Nach unserer Führung fuhren wir zusammen mit unserer Klasse nach Kreuzberg. Dort aßen wir gemeinsam zu Mittag. Am Abend besuchten wir dann noch die D-light Schülerdisco. Das war unser letzter Programmpunkt der Woche.
Freitagmorgens machten wir uns auf die Heimreise. So ging dann unsere Abschlussfahrt sehr schnell zu Ende.“

Besuch im Stasi-Gefängnis „Hohenschönhausen“

Im Oktober besuchten wir im Zuge unserer Abschlussfahrt nach Berlin das ehemalige Stasi Gefängnis „Hohenschönhausen“

Als wir dort ankamen wurden wir schon von unserem Stadtführer J. Cliewe erwartet.

Als erstes ging es in das „U-Boot“, einen Zellentrakt, der nach dem zweiten Weltkrieg von den Sowjets als Verhöranlage gebaut wurde. Die Zellen waren sehr winzig und als Toilette gab es nur einen Eimer, der täglich morgens geleert wurde.

Nach der Besichtigung dieses Zellentraktes ging es in den „Neubau“ aus DDR Zeiten. Dieser Neubau wurde als Untersuchungshaftanstalt genutzt. Dort haben die Zellen schon eine richtige Toilette und eine Holzpritsche zum Schlafen. Die Stasi hatte es sich in diesem Gefängnis zum Ziel gemacht, dass sich die Gefangenen nie sahen, zu diesem Zweck gab es in Hohenschönhausen eine Ampelanlage, an der die Wärter sehen konnten, wenn sie einen Gefangenen transportierten, ob sie einen Gefangenen durch einen Gang transportieren konnten oder nicht. Zum Schluss wurde uns der Verhörtrakt gezeigt.

Ich fand die Führung sehr aufschlussreich und bewegend.

Ruben Löffelhardt (R10c)