Helmut Rau Schule Mainhardt
Die 10a und ihre Klassenlehrerin Dorothea Schleicher vor dem Brandenburger Tor.
  • Vor dem Reichstag
  • Klassenlehrerin Nadine Weber und Klasse R 10c im Berliner Olympiastadion.
  • Fahrradtour zu den imposantesten Plätzen Berlins
  • 10b mit Sibylle Weiß bei Madame Tussauds
  • Die 10b und ihr Klassenlehrer Michael Emter bei Madame Tussauds
  • Meeting Point: Brandenburger Tor. Klasse R10c und Klassenlehrerin Nadine Weber halten den Augenblick fest
  • Die 10a und ihre Klassenlehrerin Dorothea Schleicher vor 
dem Brandenburger Tor.

Zwischen Döner und Bundestag

Mainhardter Schüler erkunden Berlin

Die Zehner der Helmut-Rau-Realschule fuhren Anfang Oktober für eine Woche nach Berlin auf Studienfahrt. Gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Michael Emter, Nadine Weber und Dorothea Schleicher sowie den Begleitlehrern Sybille Weiß, Stefan Durst und Gerhard Häberlin brachen die insgesamt 72 Schüler mit zwei Bussen früh am Montagmorgen auf.
Bereits bei der Einfahrt in die Hauptstadt erkannten die Schüler, dass sich Berlin doch stark von ihrer gewohnten, ländlich geprägten Heimat unterscheidet. Hochhäuser mit tristen Fassaden und schmuddelige Straßen blickten ihnen entgegen. Nachdem die Zimmer im Hostel bezogen waren, zog es am Abend alle Klassen in die Großstadt. Trotz gemeinsamer Fahrt und Unterkunft hatte jede Klasse in den kommenden Tagen ihr eigenes Programm.
Die 10a erkundete gleich am ersten Abend die Stadt, nach einem ausgiebigen Abendessen beim Italiener, mit einem Stadtrallyespiel. Dieses führte sie zu wichtigen Sehenswürdigkeiten wie Brandenburger Tor, Bundestag, Holocaustmahnmal und einigen mehr. Die Siegergruppe durfte sich über einen Gutschein für einen Döner oder eine Currywurst freuen, für die Berlin bekannt ist.
Die folgenden Tage waren mit Programmpunkten vollgepackt. Es wurden Führungen durch den Bundestag unternommen sowie durch das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen. Vor allem das Gefängnis beeindruckte die Schüler, zumal die Führungen dort von Zeitzeugen durchgeführt werden, die viele spannende Geschichten erzählen können. Michelle Heine brachte am Ende der Führung nachdenklich hervor: „Also irgendwie konnte man damals in der DDR gar nichts richtig machen. Egal, was man gemacht hat, es war eigentlich immer falsch!“
Ein Highlight für viele Schüler war die Stadtführung „Berlin on Bike“. Mit dem Fahrrad fuhren die Schüler in Kolonnen durch die lebhafte Stadt und nahmen dadurch hautnah am Stadtleben teil. Hierbei erkannte nun auch der letzte Schüler, dass Berlin nicht nur schmuddelige Seiten, sondern durchaus auch wunderschöne Viertel zu bieten hat. „Jetzt könnte ich noch ewig weiterfahren! Das macht total Spaß und es gibt noch so viel, was ich sehen wollte“, schwärmte die Schülerin Sharon Godwins am Ende der Führung.
R10b und  R10c machten derweil eine Führung durch das Olympia-Stadion und erklommen den Panoramapunkt am Potsdamer Platz mit Blick über Berlin. Eine große Portion Glück hatte die Klasse R10c, denn sie konnte unter der Kuppel des Sony-Centers vor der Premiere des Films „Frau Ella“ einen Blick auf Matthias Schweighöfer erhaschen und sogar das ein oder andere Bild mit ihm ergattern. Großen Spaß hatten die Schüler auch beim Besuch des Wachsfigurenkabinetts „Madam Tussauds“ und natürlich beim Shopping.
Auch das Abendprogramm war vielfältig und es war für jeden etwas dabei: Die Tanzrevue „Show me“ fand besonderen Anklang bei den Mädchen und das Improvisations- theater „Paternoster“ brachte alle zum Lachen. Die 10b besuchte das GRIPS-Theater am Hansaplatz und amüsierte sich bei dem für Berlin typischen Revoluzzer-Drama “Die letzte Kommune”.
Den krönenden Abschluss machte auch in diesem Jahr wieder die D-Light Schülerparty in der Disco „Matrix“. Alle Schüler feierten und tanzten ausgiebig bis in den späten Abend hinein. Am Ende waren sich alle Schüler einig: Berlin ist eine tolle Stadt, aber leben wollen sie dort eher nicht. Jessica Wieland gesteht auf der Rückfahrt lachend: „Ich freue mich jetzt auf unsere grünen Wiesen, die riechen viel besser. Jetzt weiß ich mein Zuhause mal so richtig zu schätzen!“