„Nur zu Besuch auf der Trage im Rettungswagen“

Projektwoche in der Grundschule

Die Klasse 2b der Helmut-Rau-Schule war zu Besuch beim Deutschen Roten Kreuz in Mainhardt. Begrüßt wurden sie von Jugendleiter Andy und seinem Team. Er verschaffte den Schülern einen kindgerechten Einblick über die Entstehung und die verschiedenen Bereiche, in denen das Deutsche Rote Kreuz tätig ist. Anschließend ging es dann in kleinen Gruppen an die verschiedenen, von den DRK-Helfern vorbereiteten Stationen. So konnten die Schüler an einer Station den Rettungswagen, der normalerweise in der Rettungswache in Schwäbisch- Hall stationiert ist, einmal mit samt seinen medizinischen Gerätschaften so richtig unter die Lupe nehmen. Anfassen und ausprobieren war in diesem Fall nicht nur ausnahmsweise erlaubt, sondern extra gewünscht.

Rettungsdienstmitarbeiter Calvin lies keine der Schülerfragen unbeantwortet und mit dem Doppel-Stethoskop konnten die Kinder auch mal selber probieren sich gegenseitig den Blutdruck zu messen.

Aber auch die Fahrzeuge des DRK-Mainhardt standen den Kindern zur Verfügung. Bereitschaftsleiter Martin Setzer zeigte nicht nur den Yeti, mit dem die regulären Notfalleinsätze in der Gemeinde Mainhardt gefahren werden, sondern auch den großen DRK-Unimog mit Seilwinde und jeder Menge Spezialausrüstung für den Großeinsatz.

Im Gebäude konnten die Schüler bei Lisa, Ausbilderin für Notfalldarstellung, lernen wie kleine und auch größere Wunden zu Übungszwecken geschminkt werden. Natürlich wurde auch jede geschminkte Wunde gleich fachmännisch versorgt. Neben dem einfachen Fingerkuppenverband, lernten die Schüler auch den richtigen Umgang mit dem Verbandspäckchen. Sehr lustig ging es vor dem Eingang zu. Hier spritzte das Kunstblut, denn eine echte Wunde muss ja schließlich auch richtig bluten. Zunächst wurden die halb Liter Kunstblutpackungen zusammen mit den Kindern hergestellt, welche dann für das spritzende Blut sorgten. Hierdurch fiel es den Kindern leichter einen ordentlichen Verband auf die blutenden Wunde zu machen und den eigenen Ekel schnell zu überwinden. Ach wie ärgerlich, jetzt blutet der Verband durch, aber so ist es in der Realität eben manchmal auch und dann mussten die Schüler halt nochmal ran.

Selbstverständlich gab es auch eine kleine Stärkung. Bei Muffins, frischem Obst und Punsch ließen wir den interessanten und lehrreichen Tag ausklingen, bevor es dann wieder zu Fuß zurück in Richtung Schule ging.

Abschließend kann man sagen, dass von so einem Tag beide Seiten etwas haben: Die Schüler, die sehr viel über das Deutsche Rote Kreuz gelernt haben und nun wissen wie man kleine Wunden versorgt, aber auch das Deutsche Rote Kreuz bzw. der Rettungsdienst. Denn sollte den Kindern mal etwas richtiges passieren, haben sie weniger Angst vor den Sanitätern und den medizinischen Gerätschaften. Das erleichtert die Situation im echten Notfall für beide Seiten enorm. Herzlichen Dank dem ganzen Team für diesen tollen Tag beim Deutschen Roten Kreuz.