Straßburg-Exkursion mit Dauerregen und Galgenhumor

Was machen 32 Jugendliche der Helmut-Rau-Schule und ihre beiden Französischlehrerinnen in Straßburg? Eine selbst organisierte Stadtbesichtigung mit Kurzreferaten der Neuntklässler war geplant. Doch was macht diese Gruppe Französischschüler aus den Klassenstufen 6 und 9, wenn es an besagtem Tag Dauerregen gibt?

Am Donnerstag, 4. April brachte uns der Reisebus zum Straßburger Busparkplatz, von wo aus wir, mit reichlich Schirmen ausgestattet, in die Stadt marschierten.

Unser erstes Ziel war das berühmte Straßburger Münster, das sich im Zentrum der historischen Altstadt befindet. „Dank“ des beständigen Regens, war die Funktion der mittelalterlichen Wasserspeier an der Kathedrale super zu beobachten. Nachdem wir das Münster umrundet und Informationen zu den bekanntesten Fachwerkhäusern erhalten hatten, ging unsere Tour am Ufer des Flusses Ill weiter.

Mit meist schon durchweichten Schuhen und klammen Jacken gelangten wir zum historischen Gerberviertel „La petite France“. Ganz tapfer wurden weitere Kurzreferate vorgetragen und die jüngeren Französischschüler zeigten sich beeindruckt. Den Hoffnungsschimmer, der Himmel zeige sich nun ein bisschen heller, kommentierte ein Schüler aus Klasse 9a mit „optischer Täuschung“, womit er recht behalten sollte.

Danach erhielten die Schüler die Möglichkeit, sich in Kleingruppen, ausgestattet mit Tipps und Stadtplan, die beeindruckende Innenstadt zu erkunden. Auf der Suche nach warmen und trockenen Plätzen, wurden Cafés und typisch französische Brasserien bevorzugt aufgesucht. Ein Schüler aus der 9b berichtete, seine Gruppe habe ein mehrstöckiges Einkaufszentrum „entdeckt“, in dem sie sich ausgiebig über französische Produkte informiert hätten.
Gegen 15 Uhr trafen wir uns aufgewärmt und zum Teil mit prächtiger Laune wieder, um zum Abschluss zusammen das Innere des Liebfrauenmünsters zu besichtigen. Es gehört zu den bedeutendsten Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte sowie zu den größten Sandsteinbauten der Welt.

Ein letztes Mal an diesem Tag wanderten wir gemeinsam durch den Regen zum Treffpunkt, wo uns unser Bus, herrlich warm und trocken, erwartete und wieder sicher zurück nach Mainhardt brachte.