„Die Gesundheit ist so viel wichtiger als die Schönheit.“

Im Rahmen eines Vortrags gefördert vom Förderverein der Helmut – Rau- Schule besuchte am Mittwoch, den 01.06.2016 das Ex - Model Kera Rachel Cook Mainhardt.

In ihrem Vortrag „Hungern war gestern“ zum Thema Essstörungen und Schönheit berichtete die ehemalige “Germany’s next Topmodel”-Kandidatin hautnah von ihren eigenen Erfahrungen im Modebusiness und ihrer damit einhergehende Essstörung. “Ich war lange Zeit essgestört”, gestand die 28-Jährige, die später als “Plus Size-Model” gearbeitet hatte. “Mit meiner überdurchschnittlichen Größe und meinem Körperbau hatte ich früh Probleme, weshalb ich mich nie zugehörig gefühlt habe. Das hat mich ganz schön verunsichert.” Ihre Selbstwahrnehmung war gestört, Fressattacken plagten sie. Kera Rachel Cook klärte die anwesenden Schüler, Eltern und Lehrer offen über ihr Krankheitsbild auf.

“Dadurch, dass Kera eigene Erfahrungen in diesem Bereich hat, wirkte der Vortrag auf unssehr echt. Es hat uns wirklich berührt”, bekundeten einige Mädchen der sechsten Jahrgangsstufe einstimmig.
Das Ex- Model ging im Verlauf ihres Vortrags auch auf die sozialen Medien und Netzwerke ein, denn das ist heutzutage immer ein größeres Thema bei Jugendlichen. Man muss sich selbst darstellen, um im Trend zu sein. Kera zeigte dann an einigen Vorher-Nachher-Beispielen, wie durch das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop Fotos von Models manipuliert und bis hin zur Perfektion gestaltet werden. Mit Bildbeispielen aus ihrem eigenen Leben gab das Ex-Model einen Denkanstoß, das Schönheitsideal in Frage zu stellen und das Selbstbild zu stärken – das wurde in der anschließenden Fragerunde deutlich.

Bei den Zuhörern kam der Vortrag sehr gut an und regte zum Nachdenken an. Letztendlich vermittelt Kera eine klare Botschaft: Das Entscheidende ist nicht das Gewicht, sondern dass man seinen Körper mag und man sich akzeptiert wie man ist.

Genau das unterstrich auch Schulleiterin Christine Kuhn am Ende der Veranstaltung. Es sei wichtig, die Schülerinnen und Schüler über solche Probleme aufzuklären, da diese versuchen, sich einem Schönheitsideal, das gleichsam vorgegaukelt wird, anzupassen. Es sei eine wichtige Bildungsaufgabe für alle – Elternhaus und Schule – die Jugendlichen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, damit sie sich selbst akzeptieren können.

Kea Braun / Diana Bunz