Initiative der Stiftung gegen Gewalt an Schulen - „War doch nur Spaß“ - Klassenzimmertheater in der R7a

An einem Dienstag vor den Osterferien...

…Gleich kommt ein Schauspieler in unsere Klasse – er wird uns ein Theaterstück mit dem Titel „War doch nur Spaß“ vorführen – mehr wissen wir nicht. Alle warten gespannt darauf, was nun passieren wird. Es klopft und der Schauspieler tritt ein, er stellt sich vor und führt seine Handpuppen als die neuen Mitschüler der Klasse ein. Das Theaterstück, das in einer „normalen“ Englischstunde spielt kann beginnen….

Innerhalb einer dreiviertel Stunde zieht der Schauspieler mit seinem Arrangement und in der Rolle des Klassenlehrers alle in den Bann. Thematisiert werden die Interaktionen und Beziehungen zwischen den Jugendlichen untereinander, sowie zwischen Schüler und Lehrer. Auch die Gedanken einzelner Personen kann man hören – bis das bereichernde Theaterstück auf dem Höhepunkt der Ereignisse endet. Im zweiten Teil der Doppelstunde wird reflektiert: Was haben die einzelnen Charaktere für Wünsche und Probleme? Wie verhalten sie sich? Was ist richtiges Verhalten? Was bedeutet Respekt, Toleranz, Rücksicht und Gehorsam? Wie ist die eigene Klassensituation und gibt es vielleicht Parallelen?

Die Schülerinnen und Schüler der R7a sind interessiert und begeistert dabei und erzählen motiviert von ihren eigenen Erfahrungen. „Wurde das Theaterstück denn extra für unsere Klasse ausgewählt?“, „Bei uns gibt es auch manchmal solche Situationen!“ und „Die Puppencharaktere passen echt auch in unsere Klasse!“ sind spontane Äußerungen der Jugendlichen.

Das Theaterstück bot insgesamt einen gelungenen Einstieg zum Thema „respektvoller Umgang miteinander“. Wir werden uns in den kommenden Klassenlehrerstunden noch tiefer damit auseinandersetzen und dabei auch Mobbing sowie Cybermobbing behandeln.

Initiiert und gesponsert wurde das Schauspiel vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – ein bewegendes Ereignis!