Gewaltfrei leben! - Was (junge) Menschen dazu brauchen?

Gefährdungen - Hilfen – Prävention

Am Donnerstag, den 12.03.2015 lud die Helmut-Rau-Schule Mainhardt gemeinsam mit dem „Förderverein der Schule Mainhardt e.V.“ zu einem kostenfreien Vortragsabend in die Schulmensa ein.
Vor etwa 60 Gästen, darunter der Bürgermeister der Gemeinde Mainhardt, Herr Damian Komor, die Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer der Schule, Mitglieder des Fördervereins und zahlreiche Eltern und Gästen, referierte Frau Gisela Mayer, Vorsitzende Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – Stiftung gegen Gewalt zum Thema: „Gewaltfrei leben! – Was (junge) Menschen dazu brauchen?“

Frau Mayer sprach sowohl als 1. Vorsitzende des „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – Stiftung gegen Gewalt an Schulen“, als auch als engagierte Mutter und Ethiklehrerin über Gewalt, deren Entstehung und mögliche Präventionsmaßnahmen in Elternhaus und Schule.
Auf die Frage nach dem Ursprung von Gewalt stellt sie vor allem zwei Aspekte in den Vordergrund: die Anerkennung in der Gruppe und die (mediale) Aufmerksamkeit, die eine Tat garantiert.
Soziale Netzwerke bzw. deren vorschnelle Nutzung, sowie Killerspiele und Gewaltvideos, die Frau Mayer entschieden ablehnt, lassen die Gesellschaft immer mehr abstumpfen.
So werden in der virtuellen Welt voreilig „Likes“ dafür verteilt, sich in der Gruppe über Einzelne lustig zu machen oder diesen sogar systematisch zu mobben und auszugrenzen. Dies kann bei den „Opfern“ zu Aggressionen bis hin zu gewalttätigem Handeln in unterschiedlichster Weise führen.

Die Verherrlichung von Gewalt in Killerspielen und Gewaltvideos, die unzählig auf dem Markt zu erwerben und im Internet zu finden sind, vermittelt den Spielern und Zuschauern ein gänzlich falsches Bild eines respektvollen Umgangs mit anderen Menschen. Virtuelle Wesen erzeugen keinen Widerstand gegenüber Gewalt oder unfairem Handeln.
Erziehung zum gewaltfreien Miteinander muss, laut Mayer, im privaten und im schulischen Rahmen stattfinden.
Im Anschluss an den Vortrag stellte sich die Referentin den Fragen der Gäste und gab Tipps und Ratschläge, wie man mit Konfliktsituationen und Mobbing umgehen kann, um zu einem zufriedenen Ich, einem wertschätzenden Du und einem anerkennenden Wir zu gelangen.
Hierbei betonte sie vor allem den Aspekt der Kommunikation. In der Schule soll und kann diese innerhalb der Klassengemeinschaft oder der Schulgemeinschaft stattfinden und durch Hilfe von Sozialtraining und Schulmediatoren (Vermittler in Konfliktsituationen) gefördert werden.

Im Hinblick auf die Arbeit des „Fördervereins der Schule Mainhardt e.V.“ wird auf eine weitere Veranstaltung an der Helmut-Rau-Schule Mainhardt hingewiesen. Am Dienstag, den 14.04.2015 findet um 19:00 Uhr in Kooperation mit dem „AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.“ eine Infoveranstaltung zum Thema „Ein Schuljahr im Ausland“ statt. Diese Veranstaltung richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler, die gerne für einige Zeit eine Schule im Ausland besuchen möchten und an alle Familien, die Interesse haben, einen Austauschschüler oder eine Austauschschülerin bei sich aufzunehmen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.