Die NachhaltICHkeitsarena an der Helmut- Rau- Schule

Vom 23. bis 27. März 2026 machte die NachhaltICHkeitsarena Halt an der Helmut-Rau-Schule in Mainhardt. Die Wanderausstellung, die in Kooperation des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), der AOK Baden-Württemberg, des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport sowie der Stiftung Sport in der Schule entstanden ist, verfolgt ein klares Ziel: die Alltagskompetenz der Schülerinnen und Schüler im Bereich der Verbraucherbildung zu stärken.
Während der Aktionswoche durchliefen alle Klassen der Stufen 7 bis 10 die interaktive Ausstellung. Ausgestattet mit einem Logbuch arbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Stationen, dokumentierten ihre Ergebnisse und setzten sich aktiv mit nachhaltigem Handeln auseinander. Jede Station war durch mehrere Stellwände ergänzt, die vielfältige Informationen boten und zur Vertiefung anregten.
Der Einstieg in die NachhaltICHkeitsarena begann mit einem „Check-in“. Hier reflektierten die Schülerinnen und Schüler zunächst ihre eigene Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit und bewerteten, welche Bedeutung dieses Thema für ihr persönliches Leben hat. Somit ergibt auch der Name „NachhaltICHkeitsarena“ seinen Sinn, nämlich die Frage zu beantworten, was habe ICH mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun?
Anschließend folgten sechs abwechslungsreiche Stationen:
Station 1: Kleine Teile, große Wirkung
Hier stand das Thema Mikroplastik im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler führten ein Experiment durch, bei dem sie ein Körperpeeling filtrierten, um Rückstände sichtbar zu machen. Währenddessen konnten sie einen Poetry Slam zum Thema hören, der zum Nachdenken anregte.
Station 2: Teller oder Tonne?
An dieser Station untersuchten die Teilnehmenden die Frische von Eiern mithilfe eines Wasserexperiments. Sie lernten, wie man erkennt, ob ein Ei noch genießbar ist, bald verbraucht werden sollte oder entsorgt werden muss. Ergänzend wurde thematisiert, wie Lebensmittel über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus sinnvoll verwendet werden können.
Station 3: Clever einkaufen
Hier ging es um bewusstes Konsumverhalten. Die Schülerinnen und Schüler sortierten verschiedene Lebensmittel in Einkaufskörbe und achteten dabei auf Kriterien wie Siegel und Label, regionale und saisonale Produkte sowie deren Verpackung.
Station 4: Wir bewegen was
Diese Station brachte Bewegung ins Spiel: Auf einem Fahrrad und einer Schrittmatte sammelten die Klassen Kilometer und Schritte. Die erzielten Leistungen wurden anschließend in potenziell eingespartes CO₂ umgerechnet und auf Plakaten festgehalten.
Station 5: Wo kommt die Milch hin?
Im Mittelpunkt stand die richtige Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank. Nach einer Einführung konnten die Schülerinnen und Schüler an einem interaktiven Kühlschrank selbst ausprobieren, wo verschiedene Lebensmittel hingehören, und erhielten direktes Feedback.
Station 6: Fünf fürs Klima
Nach dem Ansehen eines Films zum Thema „Klimaneutral leben im Alltag“ wählten die Teilnehmenden fünf Lebensmittel aus und schätzten deren CO₂-Fußabdruck. Mithilfe eines Handscanners überprüften sie ihre Einschätzungen und hielten die Ergebnisse im Logbuch fest.
Ein besonderes Highlight bildete der Abschluss der Ausstellung: In einer kleinen Kammer erwartete die Schülerinnen und Schüler ein Spiegel mit der Aufschrift „Auch du bist ein Teil der Zukunft“. Dieser Moment lud nicht nur zum Innehalten, sondern auch zu einem Selfie ein.
Bevor die Ausstellung verlassen wurde, fand ein „Check-out“ statt. Hier reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre neu gewonnenen Erkenntnisse und setzten sich nochmals bewusst mit den behandelten Themen auseinander.
Zum Abschluss erhielten alle Schülerinnen und Schüler als kleine nachhaltige Erinnerung einen Apfel sowie ein wiederverwendbares Gemüsenetz – passend zum Thema bewusster Konsum im Alltag.
Auch für die Öffentlichkeit wurde die NachhaltICHkeitsarena zugänglich gemacht: Am Donnerstag konnten Interessierte zwischen 16:00 und 18:30 Uhr die Ausstellung besuchen.
Die Helmut-Rau-Schule ist stolz, Gastgeber dieser besonderen Lernumgebung gewesen zu sein, die Theorie und Praxis miteinander verbindet und nachhaltiges Denken im Alltag fördert.